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Sehenswürdigkeiten in Venedig: diese sollten Sie nicht verpassen
Jeder, der jemals von Venedig weiß, dass es eine Stadt voller Wunder ist. Da ist nicht nur das einzigartige Stadtbild selbst, mit den beschaulichen Kanälen und den prachtvollen Palästen, sondern eine ganze Reihe von Sehenswürdigkeiten, die jedes Jahr tausende Touristen anziehen.

Der Canal Grande
Es ist die „Hauptstraße“ Venedigs, auf der das leben pulsiert und sich die Boote tummeln. Als Hauptverkehrsader ist auf diesem Kanal immer etwas los, und das geht, da man den nötigen Platz dazu hat: der Kanal ist zwischen 30 und 70 Meter breit und fast vier Kilometer lang, und schlängelt sich damit durch die Mitte der venezianischen Altstadt, wie sie schon seit Jahrhunderten besteht.
Wussten Sie, dass die Lagunenstadt in sechs Nachbarschaften eingeteilt ist, die Sestieri genannt werden? Jeweils drei davon liegen auf jeder Seite des Canal Grande. Nun aber kommen wir zur eigentlichen Sehenswürdigkeit, denn der Kanal selbst ist nicht unbedingt das, woran Ihre Augen bei einem Besuch festhängen werden: das sind die zahlreichen alte, prachtvolle Paläste, die das Ufer des Kanals säumen und ein unglaublich atmosphärisches, einzigartig venezianisches Flair bieten. Über 200 dieser Palazzos gibt es, und die beste Art und Weise, um diese Aussicht zu bestaunen, ist – natürlich – eine Bootsfahrt. Nehmen die dafür Platz in einer der traditionellen kleinen Gondeln, für die Venedig ebenfalls berühmt ist. Eine solche Gondeltour auf dem Canal Grande ist jedes Mal wieder ein verzaubernde Erfahrung, egal, wie oft man schon in Venedig war. Für Erstbesucher ist es definitiv ein Muss.
Der Markusplatz
Wenn der Canal Grande die Hauptschlagader Venedigs ist, dann ist der Markusplatz das Herz der Stadt. Dieser weltberühmte große Platz, der auch in vielen Filmen gefeatured hat, war lange Zeit der einzige Platz in Venedig, der auch gepflastert war. Aus diesem Grund ist die Piazza San Marco auch die einzige Piazza in der Stadt. Die kleineren, damals ungepflasteren Plätze heißen Campi.
Der Markusplatz ist immer voller Menschen und Tauben und vor allem im Sommer herrscht hier ein richtiger Trubel. Das liegt nicht nur am Platz selbst, sondern auch an den verschiedenen berühmten Gebäuden, die den Platz säumen.
Der Dogenpalast
Der Dogenpalast ist eine schicke gotische Augenweide und diente während der Zeit der Republik Venedigs als Zentrum der Politik und als Behausung des Dogen. Der Doge war der höchste Beamte in der Republik. Erbaut wurde der Palast bereits im 11. Jahrhundert, aber erst seit 1796 ist das imposante Gebäude auch für die Öffentlich zugänglich. Der äußerliche Prunk des Bauwerks setzt sich auch im Innenraum fort, denn dort gibt es der Saal des großen Rats, das Marineamt, Rechtsanwälte und Gerichte sowie ganz oben im dritten Stock der imposante Sala del Colleggio. Hier konnten sich die Bürger, wenn sie irgendwelche Probleme hatten oder es Unstimmigkeiten zu lösen gab, versammeln und vor dem Politikern vorsprechen.
Die Seufzerbrücke
An der Rückseite des Dogenpalastes gibt es eine kleine Baustruktur, die wohl ursprünglich nicht als eines der Highlights der Stadt gedacht war: die Seufzerbrücke. Diese kleine Brücke, die nur 11 Meter lang und komplett überdacht und geschlossen ist, verbindet den Dogenpalast über einen kleinen Kanal hinweg mit einem Gebäude, das lange Zeit als Gefängnis diente. Den Angeklagten wurde in der Regel im Dogenpalast der Prozess gemacht und dann, nach der Verurteilung, wurden sie direkt über die kleine Brücke ins Gefängnis gebracht. Beim Überqueren der Brücke erhaschten sie also einen letzten Blick auf den freien Himmel und die glitzernden Kanäle Venedigs, und stießen wahrscheinlich so manchen tiefen Seufzer aus. Daher hat die Brücke ihren Namen.
Die Rialtobrücke
Die Seufzerbrücke ist jedoch bei Weitem nicht die berühmteste der vielen Brücken Venedigs. Die Königin, die absolut jeder Besucher Venedigs mindestens einmal überqueren und fotografieren muss. Die knapp 50 Meter lange Bogenbrücke ist nicht nur eine Augenweide, sondern auch aus sehr praktischen Gründen so wichtig: lange Zeit war es die einzige Brücke über den Canal Grande und stellte so den Dreh- und Angelpunkt von Venedigs Verkehrsnetzwerk dar. Dementsprechend alt ist die Rialtobrücke auch: sie wurde im Jahr 1588 gebaut und ist damit auch die älteste Brücke in ganz Venedig. Heute gibt es allerdings noch die Accademia-Brücke und die Scalzi-Brücke, die ebenfalls ein Überqueren des großen Kanals möglich machen, ohne dass man sich in eine Gondel begeben muss.
Der Markusdom und Campanile
Am Markusplatz gibt es nicht nur den Dogenpalast, sondern auch den imposanten Bau des Markusdoms und den dazugehörigen Glockenturm, der auf der ganzen Welt berühmt ist. Dieser Campanile de San Marco steht direkt am Platz und ist das höchste Gebäude Venedigs. Von dort oben hat man also einen atemberaubenden rundum-Ausblick auf die Lagunenstadt und die Umgebung. Fast 100 Meter ist der Turm hoch, und selbstverständlich bei den Touristen eines der Top-Ziele. Zum Glück gibt es einen Aufzug, sodass auch wirklich jeder die Aussicht genießen kann.
Dahinter ist der Markusdom, eine große Kathedrale, die sich durch ihre 5 Kuppeln zu etwas Besonderem macht. Die Innenausstattung wurde durch zahlreiche Gemälde, Mosaiken und das prunkvolle Goldantependium des Hochaltars zu einer wahren Augenweide.
Das Peggy Guggenheim Museum
Peggy Guggenheim war eine amerikanische Kunstsammlerin, die 1898 in die superreiche Guggenheim Familie aus New York geboren wurde. Seit 1949 lebte sie in Venedig, wo sie sich in einem alten Palazzo am Canal Grande mit ihrer umfassenden Kunstsammlung einrichtete. Sie lebte dort bis zu ihrem Tod, und viele der Gemälde sind heute noch dort und werden in ihrem Palast namens „Palazzo Venier dei Leoni“, der heute ein Museum ist, ausgestellt. Das Peggy Guggenheim Museum ist eine der meistbesuchten Attraktionen Venedigs, und das hat einen guten Grund: originale Kunstwerke von Pablo Picasso, Max Ernst, Hans Arp und Wassily Kandinsky können hier bestaunt werden. Für Kunstinteressierte ein Muss, aber auch für Normalbürger ist das Museum definitiv einen Besuch wert.
Daran wird sich auch nichts ändern, denn obwohl Peggy Guggenheim Amerikanerin ist und die einzige ihrer Familie, die jemals in Venedig lebte, machte es die Sammlerin zu einer Bedingung, dass die Sammlung nicht aus Venedig weggeholt werden würde. Diese Tatsache, zusammen mit dem Umstand, dass Peggy mehr als 30 Jahre hier lebte und sich auch hier begraben ließ, macht deutlich: die Millionärin war genauso verliebt in die Stadt Venedig, wie wir es heute sind. Zum Glück, denn die Stadt wird durch Peggy Guggenheims Kunstsammlung nur noch schöner gemacht.